Winterkrimi  

Michael Theurillat

 

Eistod. Kriminalroman

 

 

Berlin: claassen 2007

315 S., geb. m. Schutzumschlag

 

 

ISBN: 978-3-546-00420-6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19,95 Euro

 
Und in Zürich schneit es

 

Verschnupft, verkatert, von seiner zweiten Frau verlassen und ein toter Obdachloser – was für ein Weihnachtsfest...

 

Kommissar Eschenbach, Ermittler bei der Züricher Kantonspolizei, hat es wirklich nicht einfach: Eine Grippe will nicht weichen, seine Frau Corinna hat ihn samt Stieftochter wegen eines Architekten verlassen und sein Alkohohlkonsum droht zum Problem zu werden – zu allem Übel ist es auch noch kurz vor Weihnachten. Als Eschenbach dann zu einem Tatort gerufen wird, scheint erst einmal alles Routine zu sein, denn kaum jemanden wundert es, dass im verschneiten Zürich ein Obdachloser erfriert. Als allerdings ein weiterer Obdachtloser unter mysteriösen Umständen stirbt und die Gerichtsmediziner Spuren eines unbekannten Giftes im Blut des Toten finden, wird Eschenbach klar, dass es hier um größeres Zusammenhänge gehen muss. Seine Ermittlungen führen ihn in die Eidgenössische Technische Hochschule von Zürich, wo er auf einen alten Klassenkameraden trifft. Für den renommierten Biochemiker Prof. Winter interessiert sich aber auch der Schweizer Geheimdienst, insbesondere, als Winters Assistent spurlos verschwindet. Gibt es zwischen den Toten, Winters Forschungen und dem Verschwinden eine Verbindung? Eschenbach tappt im Dunkeln.

Wie schon in seinem Erstling "Im Sommer sterben" zeigt Michael Theurillat, dass man mit den traditionellen Mitteln des Krimigenres immer noch spannende Geschichten erzählen kann. Sein sympathischer Schweizer Kommissar gerät während seiner Ermittlungen immer tiefer in einen Sumpf vom Lügen, Intrigen und Korruption – vor allem, als er während seiner Ermittlungen in die vermeintlich "besseren Kreise" vorstößt.

 

 

Style, Heft 2 / 2007, S. 98