Kay Alexander Plonka (Hg.)

Mode in D, A, CH

[Umlaut 1]

 

Köln: Tisch 7 2006

 

196 S. - Brosch.

 

ISBN 3-93847-08-7

 

 

 

 

 

 

 

22,00 Euro

 
Mode made in Germany, Austria and Swiss
 

»Mode begleitet unseren Alltag und verleiht ihm einen gewissen Glanz. Das ist zumindest ihr Anliegen.«

 

Die Modeberichterstattung ist eine schnelllebige: Was man soeben auf den diversen Modemessen gesehen hat, muss rasch in die Printmedien, denn am Ende des Tages blickt man in dieser Branche wieder nach vorn, sucht neue Trends und orientiert sich bereits an den kommenden Messen. Der Herausgeber hat 12 Journalistinnen und Journalisten aus der Modebranche gewonnen, die in ihren Beiträgen hinter die Kulissen des Modebetriebes im deutschsprachigen Raum blicken. So setzt sich etwa Ina Köhler (Chefredakteurin einer Modezeitschrift) mit der Frage auseinander, ob Modefotografie Kunst ist: Galt es noch vor Jahren als rein kommerzieller Zweig der Fotografie, behaupten sich heute Modefotografen selbstbewusst im internationalen Kunst- und Kulturbetrieb. Wie erfolgreich der deutsche Modebetrieb ist, wie hart umkämpft der Markt, zeigt Joachim Schirrmachers Beitrag über die »Modemessen« (allein in Deutschland werden in der Branche jährlich 55 Milliarden Euro Umsatz gemacht!).

Es sind aber nicht die großen, schattenwerfenden Modemacher wie Joop, Jill Sander oder Lagerfeld, die im Mittelpunkt der einzelnen Betrachtungen stehen, sondern die eher wenig bekannten, so der Düsseldorfer Maßschneider Heinz-Josef Redermacher oder die österreichische Designerin Ines Valentinisch, deren ironischen Entwürfe in Mailand für Furore sorgten.

»Mode in D, A, Ch« zeigt, dass auch Label »Made in Germany« weitaus mehr zu bieten hat: eine überraschend vielgestaltige und vor allem farbige Landschaft. Ein informativer, ein wichtiger Band für alle, die mit Mode zu tun haben oder sich einfach nur dafür interessieren.

 

Style, Heft 4 / 2006, S. 96