Peter Robinson:

 

Kein Rauch ohne Feuer

 

 

Berlin: Ullstein 2006

 

464 S., Geb.

 

ISBN: 3-550-08498-6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

22,00 Euro

 
Feuer verwischt fast jede Spur
 

In ihrem 14. Fall jagen Chief Inspector Alan Banks und Inspector Annie Cabbot ein menschliches Chamäleon.

Auf zwei ausgebrannten Hausbooten auf einem Kanal im englischen Yorkshire werden die Leichen einer drogenabhängigen Frau und eines gescheiterten Malers gefunden. Rasch wird Mark, der Freund der Getöteten, als Verdächtiger ausgemacht, den die Ermittler aber mangels konkreter Beweise freilassen müssen. Dann aber geschieht ein dritter Brandanschlag auf einen Wohnwagen, bei dem erneut ein Mensch stirbt. Als die Polizisten beginnen, das Umfeld der Toten zu durchforsten, kommen sie neben verschiedenen Unstimmigkeiten auch einem groß angelegtem Kunstbetrug auf die Spur; die Zahl der Verdächtigen steigt. Und wer ist eigentlich dieser Phil Keane, der neue Freund von Inspektor Cabbot, der den Chief Inspector eifersüchtig werden lässt? Banks befürchtet, dass er einen Serienkiller verfolgt, der die Feuer legt, um seine Spuren zu verwischen.

Ein packender, brillant geschriebener Thriller von Mord und Betrug, beklemmend und hypnotisch wie die Feuer, von denen er erzählt. Stimmige Charaktere, geschickt verknüpfte Handlungsstränge und ein Nerven aufreibendes Finale sind die Zutaten, die Robinson einmal mehr zu einem Krimi der Sonderklasse zusammenführt. Der 15. Fall des Ermittlungsduos liegt im Englischen bereits vor.

 

Style, Heft 2 / 2006, S. 97